Angebote für MultiplikatorInnenund Bezugspersonen von MädchenDie Prävention von sexualisierter Gewalt ist vor allem Aufgabe von Erwachsenen und nicht die der Kinder. Daher wenden wir uns in erster Linie an Sie, die beruflich - sei es als ErzieherIn, LehrerIn, SozialpädagogIn, ÄrztIn usw. im Kontakt mit Mädchen und Jungen stehen. Präventive Arbeit bedeutet für uns vor allem, Sie mit Ihren Fragen, Unsicherheiten oder Überforderungen im Bereich der präventiven Erziehung zu unterstützen und Ihnen Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen. Daneben richtet sich unsere Präventionsarbeit natürlich auch an verantwortliche PolitikerInnen und die allgemeine Öffentlichkeit. Wir verstehen unter Prävention, sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen
In dieser Arbeit geht es um die Sensibilisierung einer allgemeinen gesellschaftlichen Verantwortungshaltung gegenüber Kindern, die unserer Ansicht nach gesellschaftliche Veränderungen mit einschließt, damit Mädchen und Jungen in einem sozialen Umfeld aufwachsen, in dem sie genügend geschützt und bestärkt werden. Letztendlich bedeutet Prävention auch, Kindern vielfältige Unterstützungsangebote zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen Hilfe zu finden, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und ihre Handlungskompetenzen zu unterstützen. biff bietet:
Das Fortbildungsangebot der biff wendet sich an diejenigen unter Ihnen, die sich vertiefend mit dem Thema sexualisierte Gewalt auseinandersetzen wollen. Das Ziel der Fortbildungen ist eine erweiterte Handlungskompetenz der HelferInnensysteme im Bereich der präventiven Arbeit mit Mädchen und Jungen. Wesentliche Inhaltsaspekte sind:
![]() Supervision für Multiplikatorinnen Viele Frauen in sozialen Berufen sind mittlerweile sensibilisiert in Bezug auf das Thema sexualisierte Gewalt. Kommt es im Kontext der Arbeit zum Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder zu einer Bestätigung, fehlt den professionellen Helferinnen in Heimen, Kindertagesstätten und Schulen jedoch häufig die Handlungskompetenz. Dies liegt unserer Meinung nach zum einen daran, dass in den Ausbildungsstätten die Thematik der sexualisierten Gewalt immer noch zu wenig oder gar nicht zum tragen kommt. Zum anderen fehlen oft Unterstützungssysteme bzw. werden im Zuge von Sparmaßnahmen rigoros abgebaut. Beispiele hierfür sind die Einsparungen im Bereich der internen Supervision/Fallbesprechung und Fortbildung. Im Vordergrund der Fallbesprechungen stehen folgende Probleme und Fragestellungen :
![]() Gruppenangebote für Mädchen Ziel der präventiven Arbeit mit Mädchen ist es, sie in ihrem Selbstbewusstsein und in ihren Rechten zu stärken und somit ihre Autonomie, ihr körperliches und sexuelles Selbstbestimmungsrecht zu fördern und ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Im Rahmen von Mädchengruppen, Projektwochen/-tagen oder des Geschlechterkundeunterrichts an Schulen, können Mädchen ab 12 Jahren die Beratungsstelle kennenlernen. Sie haben dadurch und bei Bedarf einen leichteren Zugang zu einer bestehenden Hilfseinrichtung. Für die Lehrerinnen oder Betreuerinnen, besteht die Möglichkeit, bei einem Vorbereitungstreffen die Ziele, Inhalte und den zeitlichen Rahmen der jeweiligen Einheit zu besprechen und Material zur Vorbereitung der Mädchen auf den Besuch zu sichten und auszuleihen. Themen bei diesen Treffen können sein:
![]() Informationsabende für HelferInnensysteme Die Informationsangebote über sexualisierte Gewalt richten sich an Institutionen, Gruppen und Einrichtungen, wie z.B. Kindertagesstätten, Einrichtungen der Jugendhilfe usw. Aufklärung, Information und Auswirkungen sexualisierter Gewalt stehen hier im Mittelpunkt der zu vermittelnden Inhalte. Neben den Angeboten der biff , bieten wir Informationen über Hilfsmöglichkeiten vor Ort, z.B. welche Einrichtungen arbeiten noch zum Thema sexualisierte Gewalt. ![]() Elternabende in Schulen und Kindertagesstätten Der Schwerpunkt wird in diesem Fall auf die Erarbeitung von Möglichkeiten der Schutzgewährleistung der Kinder vor sexualisierter Gewalt gelegt, was u. a. die Thematik einer emanzipatorischen Erziehungshaltung beinhaltet. Für Mütter gibt es die Möglichkeit, die Angebote der biff kennenzulernen, um sie bei Bedarf z.B. für Einzelgespräche in Anspruch zu nehmen. ![]() Gestaltung von Schulkonferenzen Schulkonferenzen können zwei unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen haben, an denen sich die Inhalte orientieren: 1. Es gibt in der Schule konkret ein Mädchen, das sexualisierter Gewalt inner- oder außerfamiliär ausgesetzt ist. Hier geht es dann darum, mit Ihnen angemessene Handlungsschritte zu entwickeln, z.B.
2. Sie wollen ihre Kompetenz und Qualifikation erweitern, um in der Praxis angemessener reagieren zu können. In diesem Fall geht es in erster Linie um das Vermitteln von Informationen zum Thema sexualisierte Gewalt. ![]()
Durch die Bereitstellung einer laufend erweiterten und aktualisierten Videothek besteht vor allem für PädagogInnen in Schulen und Freizeiteinrichtungen die Möglichkeit, jederzeit themenspezifische Filme auszuleihen. In unregelmäßigen Abständen bietet die biff auch eigene Filmveranstaltungen mit Diskussion an. Ausleihmöglichkeiten bestehen ebenfalls für die umfangreiche Fachbibliothek. Darüber hinaus steht für PädagogInnen jeweils speziell für verschiedene Zielgruppen zusammengestelltes Informations- und Arbeitsmaterial zur Verfügung. |